Ohne Chemo geht es auch
Ohne Chemo geht es auch

Nicht Wenige erhalten diese niederschmetternde Diagnose. Oftmals kaltschnäuzig vom Arzt heraus posaunt, so dass es einen noch härter trifft und jegliches klare Denken hinweggefegt wird. Angst regiert von nun an, v.a. im Unterbewusstsein. Tagsüber kann man nur noch daran denken, Todesgedanken durchfluten jeden vernünftigen Gedanken. Man kann sich tagsüber aber wenigstens etwas ablenken. Ich tat dies, indem ich im Web nach Alternativen bei Krebs suchte. Doch mein Herz raste trotzdem wie verrückt.

Nachts übernimmt das Unterbewusstsein, man kann an nichts anderes mehr denken. Gedanken jagen sich, als wäre eine Treibjagd angesagt. Man fühlt sich innerlich gehetzt, flaue Gefühle kommen hoch, v.a. im Magen. Mir wurde die Luft knapp. Ich musste laufend danach schnappen wie ein Fisch auf dem Lande. Es kribbelte innerlich, ich hätte mich am liebsten gekratzt, ging aber nicht, denn da hätte ich mich umkrämpeln müssen. Für mich war die erste Nacht nach der Diagnose ein Greul und am nächsten Tag nahm ich mir vor, die Ängste unbedingt in den Griff zu bekommen, denn diese Todesangst kann dem Krebswachstum noch zu Gute kommen, denn das Immunsystem hat durch den ständigen Stress keine "Zeit" sich um Reparaturarbeiten im Organismus zu kümmern.

Ich fand im Web viele Seiten von Heilpraktikern und Ärzten, die mich überzeugten, dass Krebs heilbar ist. Von da an sagte ich mir: Krebs ist heilbar. Basta. Zur Linderung der Angstattacken nahm ich Aspen und White Chestnut. Das sind Bachblütentropfen, die mich bald runterbrachten. Ich hatte weniger ängstliche Gedanken. Es ist wichtig, die Ängste zu verlieren. Bitte lassen Sie sich von den Horror Prognosen der Ärzte nicht einlullen und zu übereilter Therapie drängen. Sofern keinerlei Lebensgefahr besteht, hat man einige Wochen Zeit sich zu informieren. Oder besser noch Zweit - und Drittmeinungen einholen!

Ich ließ noch die restliche Diagnostik wie Mammographie, MRT und Stanzbiopsie über mich ergehen, denn ich wollte wissen, ob es wirklich Krebs war. Das ist auch der nächste Weg, der einem Krebspatienten vorgegeben wird - Diagnostik, dann Befundbesprechung und Therapievorschlag, und wenn man Ja sagt - die Therapie. Ich lehnte die Therapien ab und ließ mir die Papiere geben. Bei mir sollte erst eine Chemo den Tumor verkleinern, dann die Fast Total-Operation stattfinden. Danach noch Bestrahlung. Also volles Programm bei einem Tumor, der nicht mal ausgestreut hatte bei einer Größe von 3 cm, was mir heute sagt, dass er nicht sooooo agressiv war, wie mir weisgemacht worden war.

Wichtig ist, eine geeignete Therapie zu suchen. Welche, muss jedermann selbst entscheiden. Man kann sich gleich für die Schulmedizin entscheiden, das erspart einem weitere Recherchen und wenn man an deren Wirksamkeit und die Reden der Ärzte glaubt, sollte man sie halt über sich ergehen lassen. Viele sind der Meinung wenn sie die Schulmedizin nicht nutzen, würden sie die Chance auf's Überleben vertun. Es ist heute auch möglich Alternativen, wie Misteltherapie oder Hyperthermie mit der Schulmedizin zu verknüpfen. Informieren Sie sich!

Man kann sich aber auch dazu entscheiden, zuerst Alternativen anzuwenden, denn dann hat der Körper noch die Kraft, sich selbst zu helfen. Das Immunsystem wird ja durch Alternativmedizin gestärkt und nicht zerstört. Mein Gynäkologe sagte: Schulmedizin könne ich immer noch anwenden, wenn die ECT nicht das gewünschte Ergebnis brächte. Naja, Chemo würde ich NIE machen, weil sie bei den meisten Krebsarten nicht wirksam ist. (Hodenkrebs und Leukämie ausgeschlossen) OP eventuell, aber nur den Tumor ausschneiden lassen.

Andersherum lassen sich die meisten Krebspatienten zuerst konservativ behandeln, was oft darin mündet, dass sie als austherapiert "nach Haus geschickt werden" - ihnen kann nicht mehr geholfen werden, nur noch palliativ - heißt Lebensverlängernd. Das ist der Fall, wenn z.B. die Chemos nicht wirken oder der ganze Körper voller Metastasen ist. In dieser Situation finden viele zu den Alternativen. Diese sollen nun all das, was die Schulmedizin kaputt therapiert hat, wieder rückgängig machen. Geht nicht! Man kann auch in diesen Fällen oft nur noch das Leben verlängern. Manch einer schafft es aber und besiegt den Krebs auf seine Weise. Dazu gibt es interessante Berichte von Betroffenen. Der Körper kann, wenn man ihn lässt und ihn unterstützt, vieles wieder richten. Weggeschnittene Organe und Körperteile jedoch kann er nicht mehr nachwachsen lassen...

Die Therapie braucht gewisse Richtlinien. Und wer genauso weiter schlämmt, raucht, Alkohol in Massen trinkt usw. wird keinen Erfolg erzielen können. Leider. Man muss sich zusammenreißen und das Leben, das einem diese Krankheit beschert hat, ablegen und neu beginnen.

Nur, und das scheint das Dilemma, sind die Wenigsten dazu bereit. Ich hörte Leute sagen: Wenn ich schon das nicht mehr darf, will ich wenigstens noch Rauchen, oder.... Naja, alles in Maßen. Aber wenigstens während der akuten Phase sollte der Patient einen strikten Diätplan einhalten, sich leicht sportlich betätigen, damit das Lymphsystem gut durchgeknetet wird und die Lymphe abläuft.

Sehr wichtig ist, dass die Familie dahinter steht und mit allem einverstanden ist, was Sie tun wollen. Die Familie ist meist der einzige Halt, der einem in solchem Fall bleibt, wenn es hart auf hart kommt.

Mir war es besonders wichtig, dass meine Lieben mich nicht leiden sehen sollten, was während der konservativen Therapie gewiss geschehen wäre. Auch deswegen die Alternative. Nicht allein für mich. Ich fand es toll, dass mir niemand reingeredet hat und ich mein Ding durchziehen konnte und kann, wie ich es für richtig halte.

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© Ramona Uhlisch