Ohne Chemo geht es auch
Ohne Chemo geht es auch
erster befund Sono

Meine Erkrankung

Während der Lektüre des Buches: Der große Gesundheits-Konz, begann ich Anfang 2010 die Ernährung völlig umzustellen. Vom Kohlenhydratjunkie und Fleischfresser wurde ich zum Pflanzenfresser. Und man glaubt es kaum. Mir ging es sehr gut. Ich nahm einige Kilos ab und hatte bald mein Gewicht wieder, das ich als 20 Jährige hatte. 56 Kg bei 1,70 m Körpergröße.

Mir ging es super, ich fühlte mich fit wie noch nie. Naja, die kaputten Gelenke und Bandscheiben will ich nicht weiter erwähnen... ;-) Bis auf die künstlichen Hormone, die ich seit 2008 gegen meine starken Wechseljahresbeschwerden einnahm, brauchte ich keine Medikamente. Dann stand die Routineuntersuchung des Busens an, die ich seit 10 Jahren zwei Mal im Jahr machen ließ, wegen der darin befindlichen Zysten und des Bollens rechts unten.

Anfangs verlief die Sono wie sonst, doch dann die Entdeckung des Knotens. Die Ärztin war ganz perplex. Anders als ich. Ich glaubte es nicht. Jedenfalls in dem Moment. Erst als sie begann Termine zur Diagnostik für mich zu vereinbaren, wurde mir der Ernst der Lage bewusst. Und zu haus wurde alles noch schlimmer.  Ängste - Todesängste überkamen mich. Doch ich litt still vor mich hin, wollte keinen nerven, denn es war ja noch nicht sicher, ob es wirklich Krebs ist.

Am nächsten Morgen beichtete ich es meinem Mann. Wir schaffen es, sagte er. Und es klappte auch.

So begann alles. Es folgten Mammographie, MRT, noch eine Sonographie und zu guter letzt die Stanze. All das ließ ich über mich ergehen, weil ich wissen wollte ob Krebs oder nicht! Auch zur Befundbesprechung im Brustzentrum ging ich noch, hatte da aber schon meine Therapie gefunden und ging somit gelassen der Enddiagnose entgegen.

 

Was wollte man im Brustzentrum OG für mich tun? In der Vorbereitung sollten noch ein Herzultraschall, die Lunge geröntgt und eine Knochenszintigraphie gemacht werden. Wenn keine Metastasen gefunden würden, dann sollte zuerst eine Chemo den Tumor operationsfähig machen, ihn schrumpfen. Das wäre am 18.12.2010 losgegangen - kurz vor Weihnachten. Auch deswegen mein Trotz und mein NEIN! Danach sollte operiert werden, weit im Gesunden - heißt Busen ab und etliche Lymphknoten (LK) raus. Und das obwohl keiner befallen war. Und warum den Tumor schrumpfen, wenn sie sowieso die ganze Brust abschneiden wollten?? Danach sollte, wie üblich, noch die Radatio folgen. Eventuell noch Antihormone, weil hormonbedingt!

 

Naja, ich fragte noch, ob es denn keine Alternativen gäbe. "Bei Krebs gibt es keine Alternativen", war die Antwort. Nur die Chemo könne mein Leben retten. Nun gut, ich wusste aus einen Recherchen bereits einiges und nahm es gelassen hin. Sie wusste es wohl nicht besser. Im Studium lernen die Medizinstudenten ja nichts über Alternativen... Und später schwimmen sie im Strom, da bleibt meist keine Zeit für so was! Oder besser gesagt, wer gegen den Strom schwimmt, bekommt Probleme...

 

MRT - Der helle Fleck rechts außen ist der Tumor
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© Ramona Uhlisch